Climate Agency trifft Physikdidaktik: TRACE auf der GIREP 2026
Das Projekt TRACE wurde auf der internationalen Konferenz GIREP 2026 auf Kreta vorgestellt. Durch den Schwerpunkt der Konferenz auf Forschung in der Physikdidaktik, bot sie einen besonders geeigneten Rahmen, um über die Rolle naturwissenschaftlicher Bildung in der Klimakrise nachzudenken.
Das TRACE Projekt wurde in seiner Gesamtheit vorgestellt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die theoretischen Modelle gelegt wurde, die dem Self-Reflection Tool zugrunde liegen. Das Instrument verbindet die sogenannten „Stages of Change“ mit unterschiedlichen Formen klimabezogener Handlungsfähigkeit, welche entlang der Dimensionen individuell–kollektiv und private–öffentliche Sphäre angeordnet sind.
Ziel des Tools ist es nicht, die aktuellen „Stages“ der Schüler:innen zu bewerten. Vielmehr soll es einen Reflexionsraum eröffnen und sichtbar machen, wie Wissen, verschiedene Motivationen, Emotionen, Hindernisse und Selbstwirksamkeitsempfindungen klimabezogenes Handeln ermöglichen oder erschweren.
Die Vorstellung von TRACE auf einer Konferenz zur Physikdidaktik war zugleich Anlass für eine weiterführende Frage: Welche Art von Physikunterricht brauchen wir in einer Welt, die von der Klimakrise geprägt ist? Das Verständnis physikalischer Phänomene und Modelle bleibt natürlich eine wichtige Voraussetzung, reicht jedoch allein nicht aus. Naturwissenschaftliches Wissen sollte junge Menschen auch dabei unterstützen, komplexe Systeme zu verstehen, mögliche Antworten und Lösungen zur Krise einzuschätzen, sowie zu erkennen, wo, mit wem und unter welchen Bedingungen sie handeln können. Der Austausch mit der internationalen GIREP-Community bot daher eine wertvolle Gelegenheit, die Rolle der Physikdidaktik neu zu reflektieren: nicht nur als Beitrag, die Welt zu verstehen, sondern auch sie bewusst zu bewohnen und zu verändern.
